Blogbeitrag mit NotebookLM erstellen: So hat es Julia als Blog-Anfängerin gemeistert

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Einen Blogbeitrag mit NotebookLM erstellen: Genau das hat Julia als Blog-Anfängerin getestet und teilt ihre Erfahrungen in diesem Artikel mit dir. 

Aber von vorne:

Als Technik-Expertin liebt Julia es, komplexe Prozesse zu vereinfachen – aber beim Bloggen? Da fühlte sie sich plötzlich selbst wie eine Anfängerin.

Was mir an Julias Geschichte so gut gefällt: Sie zeigt ehrlich, wie sie sich als Blog-Neuling an ihr erstes Artikelprojekt herangewagt hat. Und dabei hat sie ein Tool genutzt, das ich selbst noch gar nicht kannte: NotebookLM.

In diesem Gastartikel nimmt dich Julia mit auf ihre Reise – von der ersten Unsicherheit über die Recherche bis hin zum fertigen Text. Du erfährst, wie sie KI als Sparringspartner genutzt hat, ohne ihre eigene Stimme zu verlieren.

Wenn Du also selbst noch am Anfang deiner Blog-Reise stehst oder neugierig bist, wie Du einen Blogbeitrag mit NotebookLM erstellen kannst: Lies weiter!


Einen Blogbeitrag mit NotebookLM erstellen zu wollen, war für mich als Technik-Enthusiastin eigentlich der logische Schritt. Der einfache Grund: Ich habe mich Anfang des Jahres in dieses Tool verliebt. 💛

Was ist NotebookLM eigentlich? (Ein kurzer Boxenstopp, bevor es an meine Reise zum Bloggen geht)

Bevor ich Dich tiefer in meinen Prozess mitnehme, lass uns kurz klären, was dieses Tool überhaupt kann.

Vereinfacht gesagt, ist NotebookLM Dein persönlicher KI-Rechercheassistent von Google, mit dem Du – dank der integrierten Suche – neue Quellen sogar direkt im Tool finden kannst, anstatt mühsam händisch das Internet zu durchforsten. Das Besondere daran: Im Gegensatz zu herkömmlichen KI-Chatbots arbeitet NotebookLM quellenzentriert.

Du fütterst das Tool mit Deinen eigenen Informationen – egal ob PDFs, Google Docs, Webseiten oder YouTube-Videos. NotebookLM nutzt dann die Intelligenz von Google Gemini 1.5, um diesen „Daten-Salat“ zu analysieren und Verbindungen herzustellen.

Dabei ist die Benutzeroberfläche intuitiv von links nach rechts strukturiert: Während Du auf der linken Seite Deine Quellen organisierst und in der Mitte den Chat-Dialog führst, bietet Dir das Studio auf der rechten Seite die Werkzeuge, um aus diesen Informationen fertige Formate wie Mindmaps, Grafiken, FAQs oder Audio Zusammenfassungen zu erschaffen.

Blogbeitrag mit NotebookLM erstellen Ansicht: Quellen, Chat, Studio
So sieht die Ansicht bei NotebookLM aus.

Die ausgegebenen Inhalte können durch Prompts individualisiert werden, von Verwendung der eigenen Brandfarben bis zum Themenschwerpunkt der Inhalte ist alles möglich. Für mich ist es immer noch ein bisschen wie Magie.

Die wichtigsten Funktionen im Überblick:

  • Fragen & Antworten: Du kannst Dein Notebook wie einen Experten befragen, der all Deine hochgeladenen Dokumente auswendig kennt.
  • Zitate als Sicherheitsnetz: Jede Antwort der KI enthält direkte Verweise auf die Originalstelle in Deinen Quellen, was das Risiko von „KI-Halluzinationen“ massiv reduziert.
  • Kreative Formate: Auf Knopfdruck erstellt das Tool Zusammenfassungen, FAQs, Mindmaps oder sogar eine „Audio Overview“ – ein KI-generiertes Gespräch im Podcast-Stil über Deine Inhalte.

Für mich war das der absolute Gamechanger, weil ich so mein ganzes Expertenwissen an einem Ort sortieren konnte, ohne in 50 offenen Browser-Tabs den Verstand zu verlieren oder wenn ich ein Thema lernen möchte, geht dies nun gefühlt in Lichtgeschwindigkeit. Manchmal höre ich die Audio Zusammenfassungen während ich hier den Haushalt bewältige, ganz Businessfrau halt.

Workflows bauen kann ich – aber Bloggen?

Doch trotz aller Liebe zu NotebookLM stand ich vor einer Hürde, denn ich wollte natürlich einen professionell sauberen Beitrag abliefern. Da war es wieder: mein Imposter-Syndrom gepaart mit meinem hohen Anspruch an mich selbst. 

Während ich es liebe, komplexe Prozesse mit Technik in klare, machbare Schritte zu übersetzen und mich in neuen Tools sofort zu Hause fühle, hatte ich vom strategischen Bloggen ehrlich gesagt: absolut keine Ahnung. Ich wollte schon immer meine Expertise teilen und online sichtbarer werden, aber Begriffe wie SEO-Strategie, H2-Struktur oder Leserführung fühlten sich für mich an wie “böhmische Dörfer”. 

So geht es mir oft in allen Bereichen des Marketings. Lieber baue ich 3 Workflows, als mich intensiv mit Marketingstrategien zu befassen.

Jetzt geht’s los, ich nehme Dich mit auf meine Reise: Ich zeige Dir, wie ich NotebookLM als meinen digitalen Mentor genutzt habe, um mich beim Schreiben dieses Textes unterstützen zu lassen und erst einmal die Regeln des Bloggens überhaupt zu verstehen.

NotebookLM als Mentor: Die Recherche nach dem „Wie“

Als Neuling wusste ich zwar, worüber ich schreiben wollte, aber das Wie war ein riesiges Fragezeichen. 

Ein guter Blogbeitrag zeichnet sich vor allem durch eine eingängige Struktur aus, denn niemand mag eine lange „Textwurst“ ohne Punkt und Komma lesen. Ich habe NotebookLM daher zuerst gebeten, mir Quellen zum Thema Bloggen herauszusuchen (kleiner Fun Fact: die liebe Sandra war sofort auch mit dabei), um die Handwerkskunst des Schreibens zu lernen. 

Ich habe mir daraufhin eine Audiozusammenfassung erstellen lassen, um mich dem Thema Bloggen anzunähern. Höre sie Dir gerne an.

NotebookLM hat mir geholfen, die für mich völlig neuen Bausteine eines Blogposts zu identifizieren:

  • Die SEO-Basis: Ich habe gelernt, dass das Hauptkeyword bereits in den ersten Satz gehört, damit die Suchmaschine direkt weiß, worum es geht.
  • Der ideale Einstieg: Eine geniale Einleitung ist entscheidend, da man mit unzähligen anderen Inhalten um Aufmerksamkeit konkurriert. Ich habe gelernt, wie man eine Blog-Einleitung schreiben kann, die den Leser wirklich packt – sei es durch Storytelling, das Ansprechen eines Schmerzpunktes oder eine kraftvolle Frage.
  • Struktur und Hierarchie: Warum man eine klare Abfolge von H1-, H2- und H3-Überschriften braucht, um Lesern das „Scannen“ zu erleichtern, war eine wichtige Erkenntnis für die Struktur eines Blogartikels.

Schritt 1: Ordnung im Kopf und Bändigung des Daten-Chaos

Anstatt in 20 offenen Tabs zu versinken, was mir oft die Energie raubt und mich „vollkommen Matsch“ fühlen lässt, habe ich meine Informationen direkt in ein Notebook geladen. NotebookLM kann bis zu 50 Quellen (in der Pro-Version sogar bis zu 300) verarbeiten.

Hier ist es fast schon egal, welche Quellen Du nutzt. Hinter NotebookLM steht Google, also auch die Power, die wir alle bereits kennen. Du kannst URLs, Texte, Youtube Videos und natürlich auch Drive Dateien als Quelle hochladen. Das Tool erstellt daraus sofort eine Themenübersicht, die mir half, die Verbindung zwischen meiner Technik-Expertise und den Bedürfnissen meiner Leser zu finden.

In NotebookLM kannst Du  Informationen aus unterschiedlichen Quellen hinzufügen.
In NotebookLM kannst Du Informationen aus unterschiedlichen Quellen hinzufügen.

💡 Mein Expertentipp für Deine Lebenszeit: Nutze die Funktion „Deep Research“. Sie findet gezielt Lücken in den Inhalten Deiner Mitbewerber (Content Gaps). 

Warum solltest Du Deine wertvolle Lebenszeit damit verschwenden, das Gleiche wie alle anderen zu schreiben, wenn Du stattdessen echten Mehrwert bieten kannst? 

Ich habe die URLs der Top-Suchergebnisse zu meinem Thema analysiert und die KI gefragt: „Welche Aspekte fehlen in diesen Artikeln, die für Anfänger besonders wichtig wären?“.

Schritt 2: Der Dialog: Wie aus Fragen ein echter Text wurde

Hier möchte ich ganz ehrlich zu Dir sein: Die KI hat den Entwurf dieses Textes zum Überarbeiten nicht auf Knopfdruck „ausgespuckt“. Das wäre nicht meine Art und würde sich mechanisch anfühlen. Stattdessen sind wir in einen iterativen Dialog gegangen. Ich habe NotebookLM nicht als Schreibmaschine genutzt, sondern als interaktiven Sparringspartner.

Mein Prozess sah so aus:

  1. Gezieltes Nachbohren: Ich habe Fragen gestellt wie: „Wie baue ich interne Links so ein, dass sie dem Leser wirklich helfen?“.
  2. Stil-Training durch Feedback: Damit die KI versteht, wie ich ticke, habe ich sie mit meiner eigenen Schreibstil-Referenz trainiert. Ich habe sie angewiesen: „Analysiere meinen Sprachstil, meine Liebe zur Struktur, aber auch meine emotionale Ehrlichkeit und schreibe den Entwurf so um, dass meine Stimme spürbar ist“.
  3. Feinschliff durch Intervention: Wenn ein Abschnitt zu sehr nach „Roboter-Jargon“ klang, habe ich sofort eingegriffen. Wir haben gemeinsam erarbeitet, wie wir meinen Status als Anfängerin ehrlich thematisieren können, ohne meine fachliche Kompetenz als „Übersetzerin für Technik“ zu untergraben.

Mein Prompt-Tipp für Dich: Wenn Du möchtest, dass die KI Deine Texte so schreibt, dass sie nach Dir klingen: Nutze diesen Befehl, um sie zu Deinem persönlichen Lektor zu machen: 

„Analysiere den folgenden Entwurf basierend auf meinen Vorgaben und meiner Schreibstil-Referenz. Markiere Stellen, die zu mechanisch klingen, und schlage mir drei alternative Formulierungen vor, die emotionaler und direkter sind. Achte darauf, dass mein zentraler Wert Lebenszeit dabei im Fokus bleibt.“

Dieser Prozess des Fragens und Verfeinerns hat dafür gesorgt, dass der Artikel organisch gewachsen ist: Schritt für Schritt. Nichtsdestotrotz möchte ich ausdrücklich betonen, dass ich den Artikel nicht 1:1 kopiert habe. Das entspricht nicht meinen Werten. Ich habe die Finalisierung mit meinen eigenen Händen und Gedanken erledigt.

Schritt 3: Der Google-Vorteil für Dein SEO-Ranking

Was mir als Technik-Expertin besonders gefällt: NotebookLM ist ein Tool aus dem Hause Google, das auf der Gemini 1.5 Technologie basiert. Das bedeutet, es hat sozusagen ein eingebautes Gespür dafür, was die Google-Suche von einem Text erwartet. Das ist vor allem für den Blog-Bereich sehr spannend.

NotebookLM hilft mir dabei, fast automatisch eine Struktur zu bauen, die Google liebt:

  • Grounding gegen Halluzinationen: Da das Tool quellenzentriert arbeitet, erfindet es keine Fakten, sondern bleibt strikt bei den Inhalten, die ich hochgeladen habe. Das zahlt direkt auf die Google-Kriterien für Expertise und Vertrauenswürdigkeit (E-E-A-T) ein.
  • Technische Präzision: Ich habe gelernt, dass technische Details wie Alt-Tags für Bilder (unter 200 KB) und prägnante Meta-Daten (Titel max. 49 Zeichen, Beschreibung 150 – 160 Zeichen) den Unterschied machen können.

Das Herzstück: Deine menschliche Seele (KI ist nur der Co-Pilot)

Hier kommt mein wichtigstes Learning der gesamten Reise: KI ist der Co-Pilot, nicht der Autopilot. Ein reiner KI-Text wirkt oft mechanisch und ohne Elan, wie ein Termin, auf den man eigentlich keine Lust hat.

Um meine Stimme als „Übersetzerin“ für Technik spürbar zu machen, habe ich den Entwurf mit meinen eigenen Werten, ehrlichen Meinungen und persönlichen Anekdoten angereichert.

Erst wenn ich über meine Herausforderungen schreibe  – wie den Kampf um den Wert meiner Lebenszeit gegenüber Kunden, die Preise drücken wollen – bekommt der Text eine Seele. Die KI übernimmt die früher so müßige Recherche-Arbeit und das Sortieren der Fakten, aber ich bleibe die Kapitänin, die die Richtung vorgibt und wie erwähnt, die persönliche Note immer beifügt.

Infografik: Blogbeitrag erstellen
Die Visualisierung der Recherche-Ergebnisse enthält eine kompakte Zusammenfassung.

Mein Learning: Bloggen darf leicht gehen – auch für Anfänger

Mein erster Artikel ist der Beweis: Ich dachte immer, erfolgreiches Bloggen wäre eine eigene Wissenschaft. Das stimmt auch,wenn man jedoch einen guten Prozess und die richtigen Tools hat, kann man sich auch als Neuling in das Thema reinfuchsen. Das gilt für mich persönlich sowieso für jedes Thema. Ich liebe es, mich in Themen einzuarbeiten. 

Generell kann ich sagen: NotebookLM nimmt Dir den Recherche-Stress ab, sodass Du Dich voll auf das konzentrieren kannst, was wirklich zählt: Deine Kunden, Deine Vision und Deine Authentizität. 

Qualität geht immer vor Quantität. Ein hilfreicher Blogartikel, der ein echtes Problem löst, ist das beste Werkzeug für dein Content-Marketing. Das habe ich jetzt begriffen und sogar Spaß daran gefunden.

Was sind Deine Erfahrungen? Auf welche Bereiche lässt sich mein Beispiel in euren Alltag übertragen und natürlich auf das Bloggen? Schreib es mir gern in die Kommentare.

Über die Autorin

Julia Schölpert

Julia Schölpert - Technik-Expertin

Julia Schölpert ist Expertin darin, Technik in klare, verständliche Prozesse zu übersetzen. Sie liebt Struktur und Menschen und hilft Selbstständigen dabei, ihren Alltag ohne Technik-Frust zu gestalten. Dies ist ihr allererster Gastartikel auf ihrer eigenen Blog-Reise, den sie mit Unterstützung von NotebookLM recherchiert und verfasst hat. Mehr über Julia erfährst Du auf ihrer Webseite.

Dieser Beitrag hat 4 Kommentare

  1. junge Frau sitzt am Laptop - im Hintergrund Regal mit Pflanzen
    Sandra

    Liebe Julia,

    vielen Dank für diesen tollen Einblick in Deinen Prozess!

    Ich finde den Tipp mit der DeepResearch-Funktion besonders wertvoll. Da kann man wirklich die Inhalte finden, die Mitbewerber noch nicht behandeln. Super, dass du auch direkt einen Prompt mitlieferst.

  2. Avatar-Foto
    Isabel

    Liebe Julia, vielen Dank für diesen Blogartikel. ich blogge, bisher sind es nur wenige Artikel, deine Tipps werde ich für den nächsten Artikel beherzigen.

    1. junge Frau sitzt am Laptop - im Hintergrund Regal mit Pflanzen
      Sandra

      Liebe Isabel,

      das freut mich sehr – schön zu sehen, wie Julias Erfahrungen als Blog-Anfängerin anderen Bloggern helfen. 😊

    2. Avatar-Foto
      Julia Schölpert

      Liebe Isabel, danke für dein Feedback. Ich bin wirklich verliebt in NotebookLM und mache damit so unglaublich viel und jetzt auch noch Blogartikel. Als Kind wollte ich immer Autorin bei der Zeitung werden. Wer weiß, vielleicht lässt sich das nun in Form eines Blogs doch noch umsetzen. Ich bin jetzt auf jeden Fall Feuer und Flamme.

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