Es ist mal wieder soweit: Der Redaktionsplan ist fast leer und es wird Zeit, neue Blog-Themen zu finden. Doch im Moment bist Du wenig kreativ und Dir will nicht so richtig etwas einfallen. In dem Fall ist Recherchieren das Mittel der Wahl.

In diesem Blogartikel liest Du, welche Möglichkeiten es gibt, um auf neue Ideen für Blogartikel zu kommen. Zudem erfährst Du, an welche Content-Formate Du für Deinen Blog denken kannst.

Wenn Brainstorming alleine nicht hilft

Hilft beim Blog-Themen finden kein Brainstorming, musst Du im Internet recherchieren.
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Normalerweise gebe ich immer den Tipp, sich in Ruhe ein paar Minuten hinzusetzen oder spazieren zu gehen und die Gedanken fließen zu lassen. Den meisten Menschen – und auch mir – kommen da oft ganz viele Ideen. Doch wenn das mal nicht funktioniert, hilft nur eines: Recherche, Recherche und nochmal Recherche.

Fragen Deiner Kundinnen und der Community

Höre Dich in Deinem Business-Umfeld um: Was sind Fragen, die Deine Interessenten und Kunden beschäftigen. Gibt es vielleicht sogar Fragen, die immer wieder auftauchen. Die lohnt es sich, in einem Blogartikel ausführlich zu beantworten.

👍🏼 Tipp: Du kannst auch gezielt in Deiner Community bei Instagram oder LinkedIn eine Umfrage durchführen und auf diese Weise herausfinden, welche Probleme Deine Zielgruppe bei bestimmten Themen hat.

Doch nicht nur in Deiner eigenen Community kannst Du Dich umhören. In Facebook-Gruppen zu Deinem Thema kannst Du Dir gezielt die Kommentare und Beiträge anschauen. Greife immer wiederkehrende Fragen in Deinen Blogartikeln auf.

Hast Du herausgefunden, welche Fragen Deine Zielgruppe beschäftigen, kannst Du passende Ratgeber erstellen. In denen beleuchtest Du das Problem ausführlich. Auch Anleitungen werden immer gerne angenommen und sind eine prima Möglichkeit für Dein Content-Marketing.

Themen aus Fachzeitschriften

Viele Ideen für Blog-Themen findest Du auch in Fachzeitschriften.
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Du liest regelmäßig Fachzeitschriften? Dann schaue gerne dort nach, welche Themen Du in Deinem Blog aufgreifen könntest. Diese Methode funktioniert übrigens ganz nebenbei. Immer, wenn Du beim Lesen einer Fachzeitschrift denkst: Oh, das könnte meine Blog-Leser auch interessieren, solltest Du Dir das als Idee notieren.

👍🏼 Tipp: In Fachzeitschriften wirst Du auch auf aktuelle Themen aufmerksam. Was beschäftigt Deine Branche gerade? Gibt es Neuerungen? Wo geht es zukünftig hin? All diese Fragen kannst Du in News-Artikeln auf Deinem Blog thematisieren.

Tools nutzen, um Blog-Themen zu finden

Im Internet findest Du eine Reihe von Tools, die Du für die Themenfindung nutzen kannst. Das beginnt bei Seiten, wie Google oder Pinterest, und hört bei Keywordtools nicht auf. Lies im Folgenden, wie Du diese Tools nutzen kannst, um neue Ideen für Deine Artikel zu finden.

Google-Suche

Google ist eine gute Anlaufstelle, um Themen für den Blog zu finden
Quelle: stock.adobe.com/Neo

Mit Deinen Blogartikeln willst Du bei Google gefunden werden. Da bietet es sich an, auch bei der Themenfindung bei Google zu recherchieren. Gib in die Suchleiste einfach einen Suchbegriff Deiner Wahl ein. Das kann Dein Haupt-Thema sein, aber auch eines, was in engem Zusammenhang damit steht. Bei der Analyse der Suchergebnisse bieten sich Dir zwei Möglichkeiten:

  1. Autovervollständigung nutzen: Gib den Suchbegriff bei Google ein und schaue Dir an, welche Zusätze Google vorschlägt. Das sind häufig eingegebene Wortgruppen, die Dir bei der Themenfindung helfen können.
  2. Verwandte Suchanfragen anschauen: Scrollst Du ganz nach unten, siehst Du die verwandten Suchanfragen. An dieser Stelle erhältst Du 8 andere Suchanfragen, die Dir als Inspiration dienen.

🎉 Bonus-Tipp: Ganz oben in der Google-Suche – direkt nach den Anzeigen – findest Du den Bereich „Ähnliche Fragen“. An dieser Stelle werden Auszüge aus relevanten Websites aufgelistet, die die häufigsten Fragen der Nutzer beantworten. Das ist eine ebenso gute Quelle, um auf neue Ideen für Blog-Themen zu kommen.

Pinterest-Suche

Um Blog-Themen zu finden, kann auch die Bildersuche von Pinterest helfen.
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Bei Pinterest erwartet Dich eine bunte Sammlung an Ideen für jedes Thema. Sicher ist auch Dein Fachbereich vertreten. Ähnlich wie bei Google gibst Du hier Deinen Hauptbegriff ein und scrollst die Suchergebnisse durch. Sind Themen dabei, die Du in Deinem Blog noch nicht behandelst, notiere Dir das Thema für Deinen Blog.

❌ Wichtig: Kopiere die Inhalte nicht einfach, sondern bereite sie selbst für Deine Zielgruppe auf. Ergänze etwas oder betrachte das Thema aus einer anderen Perspektive. So schaffst Du frischen Content, der sich von bereits vorhandenen Inhalten abhebt.

YouTube

Ist in Deiner Branche vor allem Video-Content gefragt, lohnt sich die Recherche bei YouTube. Gib hier Dein Haupt-Thema ein und suche nach passenden Videos. Zur Inspiration reicht es, wenn Du Dir die Titel anschaust. Willst Du tiefer einsteigen und noch weitere Themen ausfindig machen, schaust Du Dir am besten das eine oder andere Video an.

👍🏼 Tipp: Genau wie bei der Google-Suche kannst Du bei YouTube die Autovervollständigung nutzen. Trage Deinen Hauptbegriff plus Leerzeichen ein und schaue Dir die Vorschläge an.

Keyword-Tools

Zusätzlich zu Google lohnt es sich, Deine Hauptbegriffe in ein Keywordtool Deiner Wahl einzugeben. Du bekommst Vorschläge für ähnliche Keywords und auch echte Nutzerfragen, die Dir als Inspiration für das Erstellen neuer Artikel dienen.

👍🏼 Tipp: Gebe auch mal einen Begriff ein, zu dem Du bereits einen Blogartikel geschrieben hast. Anhand der Vorschläge ergeben sich noch weitere Unterthemen, auf die Du vielleicht noch gar nicht gekommen bist.

In meinem E-Book erhältst Du eine komplette Anleitung, wie Du die Keywordtools richtig nutzt.

An mögliche Content-Formate denken

Bei der Themenplanung kann es Dir helfen, nicht zuerst an mögliche Themen zu denken, sondern an die Art des Beitrags. Das bringt frischen Wind und Abwechselung in Deinen Blog. Neben „normalen“ Blogbeiträgen kommen auch

infrage. Darüber hinaus bieten sich zahlreiche, weitere Möglichkeiten.

Interviews

Veröffentliche auf Deinem Blog Interviews mit anderen Experten.
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Interviews mit anderen Experten, die Deiner Zielgruppe helfen, kannst Du auch in Textform veröffentlichen. Die müssen nicht unbedingt aus dem gleichen Fachbereich kommen. Auch angrenzende Themen, die Du nicht allzu stark bedienst, können sinnvoll sein.

✅ Beispiel: In meinem Fall wären das beispielsweise technische SEO-Themen, denn ich bin wirklich nur auf die SEO-Texte spezialisiert. Auch andere Marketing-Themen interessieren meine Leserschaft.

Das Format des Interviews bietet zwei Vorteile:

  • Abwechselung für Deinen Blog: Spannende Interviews zu lesen ist noch einmal etwas ganz anderes als „normale“ Artikel zu lesen. Es ist interessant, die Sichtweise anderer Experten zu erfahren.
  • Neue Leser für Deinen Blog: Mit Deiner Interviewpartnerin bzw. Deinem Interviewpartner ziehst Du eine neue Leserschaft auf Deinen Blog – nämlich die Deines Gastes. Sie oder er teilt das Interview sicher gerne mit ihrer Community.

Doch wie veröffentlichst Du nun das Interview? Willst Du die Textform beibehalten, kannst Du das ganz einfach im Frage-Antwort-Stil realisieren. Zusätzlich kannst Du es als Video- oder Audioformat einbinden. Das bietet sich an, wenn Du einen Podcast oder einen YouTube-Channel hast.

👍🏼 Tipp: Hast Du einen Podcast, solltest Du die Episoden zum Anhören auch auf Deinem Blog veröffentlichen.

Gastartikel

Gastbeiträge sind im Content-Marketing eine ebenso gute Möglichkeit, neue Leser für Deinen Blog zu gewinnen. Sie bringen Leute aus ihrer Community mit, indem sie den Gastbeitrag teilen.

👍🏼 Tipp: Gastartikel bieten einen zusätzlichen Vorteil: Du brauchst Dir nicht selbst den Kopf über neue Ideen für Deinen Blog zu zerbrechen. 😜 Lade gerne Experten ein, einen Gastbeitrag auf Deinem Blog zu veröffentlichen und lass ihnen die Wahl zu welchem Thema.

Fallstudien

Hier zeigst Du auf, mit welchen Problemen Deine Kund:innen zu Dir kamen und wo sie standen. Nachfolgend erklärst Du, wie Du ihnen geholfen hast und welches Ergebnis sie bekamen. Mit Fallstudien kannst Du Kundenerfolge gut dokumentieren, die für Deine Expertise sprechen.

Vorher-Nachher-Vergleich

Ein Vorher-Nachher-Vergleich eignet sich gut für alle Themen rund um die Umgestaltung von Räumen.
Quelle: stock.adobe.com/Andy Dean

Der Vorher-Nachher-Vergleich ist nach wie vor beliebt. Mit ihm kannst Du eindrücklich deutlich machen, welche Transformation möglich ist. Am besten funktioniert das natürlich mit Bildern. Daher bietet sich dieses Content-Format vor allem im Fitnessbereich an. Doch auch beim Thema Raumgestaltung ist das denkbar.

Bietet sich ein Bildvergleich in Deinem Fachbereich nicht an, kannst Du den Vorher-Nachher-Vergleich in Textform realisieren. Mache deutlich, wie eine Situation vorher war und wie sie jetzt ist. Mit diesem Format unterstreichst Du Deine Expertise noch einmal – ähnlich wie bei der Fallstudie.

Berichterstattung

Du warst auf einem Event, wie einer Messe oder Produktvorstellung? Dann berichte in Deinem Blog davon. Menschen interessieren sich für das Leben Anderer und dieses Format ist dafür ideal.

Du kannst beispielsweise darauf eingehen, was es Neues gab und was es Dir gebracht hat. Wichtig ist auch eine Schlussfolgerung zu ziehen, was es Deiner Zielgruppe bringt. Schließlich schreibst Du den Artikel nicht für Dich selbst. 😉

Weitere Ideen für Blogartikel: mehr Persönlichkeit für Deinen Blog

Dir reichen die Ideen für Blog-Themen noch nicht? Dann habe ich hier noch ein paar weitere Tipps für Dich! Diese Formate bieten sich an, um noch mehr persönliche Inhalte für Deinen Blog zu erstellen.

Blick hinter die Kulissen

Für Deine Leser ist sicher interessant, wie Du bei der Arbeit vorgehst.
Quelle: stock.adobe.com/Gorodenkoff

Zeige Deinen Lesern, wie Du bei der Arbeit vorgehst. Hast Du beispielsweise eine bestimmte Methode, die Du anwendest? Dann stelle die grob vor, sodass sich Interessenten vorstellen können, was sie erwartet. Natürlich solltest Du an dieser Stelle nicht alles ausplaudern. Schließlich willst Du, dass sie Deine Dienstleistungen oder Produkte kaufen.

Eine weitere Möglichkeit ist die Schilderung eines typischen Arbeitstages von Dir. Du siehst: Es gibt eine Reihe an Möglichkeiten! Sei ein bisschen kreativ, dann wird Dir für Dein Thema etwas Gutes einfallen.

Tools-Liste

Leute möchten immer Empfehlungen für Tools haben, die ihnen das Business und Leben erleichtern. Diese Art von Artikeln werden immer gerne gelesen. Am besten erstellst Du eine Liste an Tools zu einem bestimmten Thema, wie z. B.:

  • 5 Tools für die Keywordrecherche
  • 5 Plugins für WordPress
  • 3 Tools, die ich jeden Tag nutze

Am besten bringst Du noch Deine persönlichen Erfahrungen ein. Dann kann sich der Leser ein Bild davon machen, ob es sich auch für ihn eignen kann.

👍🏼 Tipp: Viele Software-Hersteller bieten Affiliate-Programme an. Nehme daran teil und verlinke die Tools in Deinen Blogartikeln. So kannst Du mit Deinem Blog noch etwas Geld verdienen.

Artikel zu Deinen Produkten

Deine eigenen Produkte und Dienstleistungen zu bewerben, kann super in Blogartikeln geschehen. Im Idealfall ist dieser Beitrag auch seo-optimiert, um über Google gefunden zu werden. Überlege Dir, welches Keyword sich in dem Fall anbietet.

👍🏼 Tipp: Wie das funktionieren kann, siehst Du in einem meiner Blogartikel. Hier habe ich einen Produktvergleich geschrieben, ob sich das E-Book oder die SEO-Checkliste für 0 € besser eignet.

Buchempfehlung

Eine weitere Möglichkeit, Blog-Themen zu finden, ist es, Bücher zu empfehlen.
Quelle: stock.adobe.com/johannesspreter

Empfehlungen kannst Du nicht nur in Form von Software und Tools geben, sondern auch mit Buchempfehlungen. Du kannst in einem Artikel 3 Bücher zu einem bestimmten Thema vorstellen. Auch eine detaillierte Vorstellung von einem einzigen Buch ist möglich.

👍🏼 Tipp: Auch in diesem Format bietet sich das Arbeiten mit Affiliate-Marketing an. In dem Artikel kannst Du einen Link einfügen, der zum Kauf des Buches oder der Bücher führt.

Learnings

Das Teilen Deiner Learnings bietet sich z. B. immer am Jahresende an. Ich habe aber auch schon nach einem halben Jahr in 2022 meine Learnings geteilt, weil es so viele waren.

Alternativ kannst Du auch Deine Learnings zu einem bestimmten Bereich von Deinem Business teilen. Das kann z. B. zum Marketing, Teamführung oder etwas ganz Anderem sein.

Quelle Beitragsbild: stock.adobe.com/contrastwerkstatt

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