Hast Du Dich schon mal gefragt, was ich den ganzen Tag eigentlich so mache und wie ein Arbeitstag bei mir wirklich aussieht? Dann bekommst Du in diesem Artikel ein paar Antworten! Ich nehme Dich mit hinter die Kulissen und zeige Dir, wie mein Start in den Tag aussieht, wie ich mich organisiere und wo ich am liebsten arbeite.
💡Übrigens: Dieser Blogartikel ist Teil der Blogparade von Linda Kunze. Wenn auch Du etwas zu dem Thema “Hinter den Kulissen selbstständiger Frauen” beisteuern möchtest, nimm gerne an ihrer Blogparade teil. Es gibt kein Enddatum.
Mein Start in den Tag
Hier muss ich zwischen 2 Szenarien unterscheiden:
- Wenn ich keine Termine habe: Erstmal ganz gemütlich frühstücken. Wenn ich Lust habe, arbeite ich währenddessen manchmal schon am Laptop und sehe mir die anstehenden Aufgaben in meinem Notion-Planer an, bevor es dann meist wirklich an den Schreibtisch für konzentriertes Arbeiten geht.
- Wenn ich gleich vormittags Termine habe: Als Spätaufsteherin zögere ich das Aufstehen oft so weit wie möglich hinaus. Dann gibt es ein schnelles Frühstück, einen kurzen Blick in die Vorbereitung für den Termin und schon geht es los (z. B. mit Kennenlerngesprächen oder Blog-Beratungen).

So läuft der Rest meines Tages
Vor allem wenn keine Termine anstehen, gestalte ich meinen Arbeitstag sehr flexibel. Zwar stehen die Aufgaben – und meist auch die Reihenfolge – fest, aber das heißt nicht, dass ich alles starr hintereinander abarbeite. Auch Timeboxing-Methoden haben sich für mich nicht als hilfreich erwiesen. Bei mir entsteht dadurch zu viel Druck – und den braucht man im Business-Alltag schließlich nicht auch noch zusätzlich.
Was die flexible Zeiteinteilung angeht: Es kann auch mal sein, dass ich vormittags noch Sport mache, was vor allem im Sommer öfter vorkommt. Dann brauche ich erstmal etwas Erholung und es geht erst nach dem Mittagessen weiter.
Jetzt fragst Du Dich wahrscheinlich: Wie viel arbeitet sie dann eigentlich?
Generell arbeite ich ergebnisorientiert: Mir geht es um das effiziente Erledigen meiner Aufgaben und nicht darum, möglichst viele Stunden am Laptop zu sitzen. Im Schnitt komme ich so auf eine Arbeitszeit von etwa 25 – 30 Stunden pro Woche.
Ansonsten sind mir Pausen sehr wichtig, um am Ende des Tages nicht vollkommen fertig zu sein. Das habe ich in den 10 Jahren Selbstständigkeit definitiv gelernt.
Aber: Daran auch immer konsequent zu denken, ist nochmal eine ganz andere Herausforderung. Durch Termine und unaufschiebbare To-dos lässt es sich nicht immer einrichten. An den meisten Tagen bekomme ich das aber ganz gut hin.
Wie ich meine Pausen gestalte?
Das ist ganz unterschiedlich.
- Mittagspause: Ich koche mir (meistens) etwas Gesundes. Wenn ich dabei etwas Entertainment brauche, höre ich gerne Podcasts. Nach intensiven Terminen brauche ich aber häufig einfach nur Ruhe oder höre meine aktuelle Lieblingsmusik.
- Kleinere Pausen: Die nutze ich gerne für Bewegung. Ein kurzer (oder auch längerer) Spaziergang im Park hilft mir einfach, um abzuschalten und neue Energie zu tanken. Manchmal reicht es aber auch, einfach für 5 – 10 Minuten auf dem Balkon oder dem Sofa durchzuatmen.

Mein Feierabend beginnt normalerweise dann, wenn alle geplanten Aufgaben für den Tag erledigt sind. Das klappt natürlich nicht immer – zum Beispiel wenn spontane Kundenanfragen dazwischenkommen. Nicht erledigte To-dos verschiebe ich dann ganz einfach auf den nächsten Tag.
Auch wenn meine Energie vorzeitig aufgebraucht ist, ziehe ich bewusst einen Schlussstrich. Gerade als Selbstständige müssen wir gut auf unsere Energiereserven achten – und schließlich ist morgen auch noch ein Tag!
So organisiere ich meinen Tag
Mein wichtigstes Tool für den Business-Alltag ist Notion. Ich habe viele Jahre mit awork gearbeitet, bin davon mittlerweile aber weg. Auf der Suche nach einer Alternative habe ich mir vor ein paar Jahren den Notion-Aufgabenplaner von Dagmar Mehling geholt und nutze ihn seitdem täglich.
Konkret sind hier alle Projekte mit den entsprechenden Aufgaben und Deadlines angelegt. Hier finden sich nicht nur Kundenprojekte, sondern beispielsweise auch mein Blog-, Newsletter– und Pinterest-Marketing.
Am häufigsten nutze ich die Kalenderansicht. So sehe ich immer, was am jeweiligen Tag ansteht und welche Aufgaben welche Priorität haben. Irgendwann möchte ich auch noch die Zeiterfassung für die einzelnen Aufgaben integrieren.
👍🏼Tipp: Falls Du erfahren möchtest, welche Tools ich täglich nutze, habe ich Dir hier eine Übersicht meiner Tools zusammengestellt.
Mein Arbeitsplatz: flexibel, aber mit System
Ähnlich flexibel wie ich mir den Tag einteile, läuft es auch beim Arbeitsplatz. Abhängig von meiner Stimmung, aber auch von der Art der Aufgabe, wähle ich meinen Arbeitsplatz aus.
Ab an den Schreibtisch für Konzentrationsaufgaben
Häufig verbringe ich meine Arbeitszeit am Schreibtisch. Vor allem für Konzentrationsaufgaben, wie Themenplanung, Keyword-Recherchen und Entwicklung von Blog-Strategien, ist das meine erste Wahl. Außerdem führe ich hier auch alle Calls durch.
So sieht das Ganze konkret aus:
- Schreibtisch: Ich arbeite an einem höhenverstellbaren Schreibtisch. Die meiste Zeit sitze ich, aber ab und zu stehe ich auch mal für eine halbe bis ganze Stunde.
- Stuhl: Seit vielen Jahren nutze ich einen Aeris Swooper anstelle eines klassischen Bürostuhls. Das ist viel besser für meinen Rücken und man merkt schnell, wann es Zeit wird, mal wieder aufzustehen. 😅
- Monitor: Auf meinem Schreibtisch steht ein großer Curved-Monitor, den ich mir vor einigen Jahren gegönnt habe, daneben platziere ich meinen Laptop.

Warum ich für konzentriertes Arbeiten diesen großen Bildschirm brauche?
Ganz einfach: Bei vielen Aufgaben benötige ich viele offene Tabs. Auf dem Monitor plus Laptop-Display kann ich mir alles perfekt nebeneinander anordnen.
Bei meiner monatlichen Pinterest-Planung ist z. B. Folgendes gleichzeitig offen:
- Redaktionsplan in einer Tabelle
- Claude für die Pin-Texte
- Canva für die Pin-Erstellung
- Pinterest zum Einplanen der neuen Pins
Generell herrscht an meinem Schreibtisch Ordnung. Nach vielen Kundenterminen kann sich allerdings auch mal eine kleine Zettelsammlung bilden, denn in Calls mache ich meine Notizen am liebsten ganz klassisch auf Papier. Alles andere läuft rein digital ab.
Bequeme Orte für kreative Aufgaben
Für kreative Aufgaben bevorzuge ich einen gemütlichen Ort. Wenn ich mich entspanne, fließen die Ideen einfach besser.
Hier fallen mir viel schneller neue Themen für Blogartikel, LinkedIn-Posts oder Newsletter ein. Manchmal kommen mir so auch Impulse für neue Angebote. Übrigens ist auch der erste Entwurf dieses Blogartikels nicht am Schreibtisch entstanden, sondern ganz entspannt am Esstisch.
Welche Orte für mich bequem sind?
Das wechselt ständig: Mal ist es das Sofa, mal der Sitzsack auf dem Balkon. Manchmal brauche ich aber auch etwas Trubel um mich herum – dann wird der Laptop eingepackt und es geht ab ins Café um die Ecke.
Fazit: Mein Schlüssel ist Flexibilität ohne Chaos
Wie Du siehst, gibt es bei mir nicht den einen starren Tagesablauf. Nach 10 Jahren Selbstständigkeit habe ich für mich gelernt, dass mir starre Stundenpläne oder Timeboxing eher die Energie rauben als helfen. Das Geheimnis in meinem Business-Alltag liegt in der Mischung aus einer festen digitalen Struktur (dank Notion) und der Freiheit, intuitiv zu arbeiten.
Ob am Schreibtisch mit einem großen Bildschirm oder im Café um die Ecke: Am Ende zählt, dass die Aufgaben erledigt sind, die Qualität stimmt und der Spaß an der Arbeit nicht auf der Strecke bleibt.
Wie sieht Dein Arbeitsalltag aus? Brauchst Du eine feste Struktur oder arbeitest Du wie ich eher flexibel? Schreib es mir gerne in die Kommentare!
