Gastartikel für Blogs können die Antwort sein, wenn Deine Blog-Reichweite nur langsam wächst.
Du bloggst auf Deinem eigenen Blog. Du veröffentlichst regelmäßig. Aber vielleicht hast Du das Gefühl, immer dieselben Menschen zu erreichen. Neue Leserinnen kommen nur ab und zu.
Und Du stellst Dir die Frage: Wie werde ich schneller sichtbar – ohne ständig auf Social Media aktiv sein zu müssen?
Statt nur auf Deinem eigenen Blog zu schreiben, veröffentlichst Du Artikel auf anderen Blogs – und zwar auf denen, die bereits eine etablierte Leserschaft haben. Du erreichst Menschen, die Dich sonst nie gefunden hätten. Du baust Backlinks auf. Du positionierst Dich als Expertin.
In diesem Artikel erfährst Du, warum Gastbeiträge so wertvoll sind, wie Du davon profitierst und wie Du die richtigen Blogs findest, auf denen Du als Gastautor schreiben kannst.
Was sind Gastartikel für Blogs?
Ein Gastartikel ist ein Blogbeitrag, den Du nicht auf Deinem eigenen Blog veröffentlichst, sondern auf dem eines anderen Bloggers.
Du schreibst einen hochwertigen Artikel zu einem Thema, das zur Zielgruppe dieses Blogs passt. Der Blog-Betreiber veröffentlicht Deinen Artikel. Im Gegenzug darfst Du Dich in einer Autorenbox vorstellen und einen Link zu Deiner Website setzen.
Das Prinzip ist einfach: Du lieferst wertvollen Content. Der Blog-Betreiber bekommt einen guten Artikel für seinen Blog. Du bekommst Sichtbarkeit in einer neuen Zielgruppe.
Beide Seiten profitieren. 🚀
Warum Du als Gastautor auf anderen Blogs schreiben solltest
Vielleicht denkst Du jetzt: „Ich habe schon kaum Zeit für meinen eigenen Blog – warum sollte ich auch noch für andere schreiben?“
Das ist eine berechtigte Frage. Hier kommt die Antwort:
Gastbeiträge bringen Dir Vorteile, die Du mit Deinem eigenen Blog allein nicht so schnell erreichen kannst.
1. Du erreichst eine komplett neue Zielgruppe
Das ist der größte Vorteil: Du schreibst für einen Blog, der bereits eine etablierte Leserschaft hat.
Diese Menschen kennen Dich noch nicht. Sie lesen den Blog regelmäßig, vertrauen dem Blog-Betreiber – und jetzt lesen sie Deinen Artikel.
Wenn Dein Artikel gut ist, werden sie neugierig. Sie klicken auf Deine Website. Sie abonnieren Deinen Newsletter. Sie werden zu Deinen Leserinnen.
Das passiert nicht, wenn Du nur auf Deinem eigenen Blog schreibst. Denn dort erreichst Du immer dieselben Menschen.
Mit Gastartikeln erschließt Du Dir neue Kreise – ohne Social Media, ohne bezahlte Werbung.
2. Du baust wertvolle Backlinks auf
Jeder Gastartikel enthält in der Regel mindestens einen Link zu Deiner Website – entweder im Text selbst oder in der Autorenbox am Ende des Artikels.
Dieser Link ist ein Backlink. Und Backlinks sind Gold wert für Deine SEO.
Warum? Weil Google Backlinks als Vertrauenssignal wertet. Wenn andere Websites auf Dich verlinken, sagt das Google: „Diese Person hat etwas Wertvolles zu sagen.“
Je mehr qualitativ hochwertige Backlinks Du hast, desto besser rankt Deine Website bei Google.
Mit Gastartikeln für Blogs baust Du diese Backlinks auf – ganz natürlich und nachhaltig.
3. Du positionierst Dich als Expertin
Wenn Dein Gastartikel auf einem gut besuchten Blog erscheint, zeigst Du:
- Du kennst Dich aus.
- Du wirst von anderen ernst genommen.
- Du bist eine Expertin auf Deinem Gebiet.
Das stärkt Deine Glaubwürdigkeit enorm.
Menschen, die Deinen Gastartikel lesen, denken: „Wenn [Blog-Betreiber] diesem Gastautor vertraut, dann kann ich das auch.“
Du profitierst also von der Autorität des Blogs, auf dem Du schreibst.
4. Du baust Beziehungen auf
Ein Gastartikel ist nicht nur ein einmaliger Text. Er ist der Beginn einer Beziehung.
Vielleicht schreibst Du regelmäßig für diesen Blog. Vielleicht empfiehlt Dich der Blog-Betreiber weiter. Vielleicht entsteht eine langfristige Kooperation.
Gastartikel für Blogs sind also nicht nur Content-Marketing – sie sind Netzwerkarbeit.
5. Du lernst, für unterschiedliche Zielgruppen zu schreiben
Jeder Blog hat eine eigene Tonalität, eine eigene Zielgruppe, eine eigene Ausrichtung.
Wenn Du einen Gastartikel schreibst, musst Du Dich anpassen. Du lernst, Deine Expertise so zu erklären, dass sie für verschiedene Menschen verständlich ist.
Das macht Dich langfristig zu einer besseren Schreiberin – auch für Deinen eigenen Blog.
6. Du gewinnst schneller an Sichtbarkeit
Wenn Du nur auf Deinem eigenen Blog schreibst, dauert es Monate oder sogar Jahre, bis Du eine nennenswerte Reichweite aufgebaut hast.
Mit Gastartikeln gehst Du den schnelleren Weg: Du nutzt die Reichweite, die andere bereits aufgebaut haben.
Das ist keine Abkürzung – es ist eine smarte Strategie.

Für wen sind Gastartikel für Blogs sinnvoll?
Gastartikel sind nicht für jede Solo-Selbstständige in jeder Phase sinnvoll. Hier sind ein paar Situationen, in denen sie besonders gut passen:
Du hast bereits einen eigenen Blog
Gastartikel funktionieren am besten, wenn Du selbst schon bloggst.
Warum?
Weil Blog-Betreiber sehen wollen, dass Du schreiben kannst. Wenn Du bereits 10, 20 oder 30 Artikel auf Deinem eigenen Blog hast, zeigst Du: Ich kenne mich aus. Ich kann einen guten Artikel schreiben.
Aber: Das bedeutet nicht, dass Du mit weniger Artikeln oder sogar ganz ohne eigenen Blog keine Gastartikel veröffentlichen kannst. Auch andere Schreibproben (z. B. auf LinkedIn oder in Fachmagazinen) können überzeugen. Entscheidend ist, dass Du zeigst: Ich kann gut schreiben und kenne mich mit dem Thema aus.
Du willst Deine Reichweite erweitern
Wenn Du das Gefühl hast, zu wenige oder immer dieselben Menschen zu erreichen, sind Gastartikel der perfekte nächste Schritt.
Du erschließt Dir neue Zielgruppen – ohne dass Du selbst erst mühsam eine Community aufbauen musst.
Du möchtest Backlinks für Deine SEO aufbauen
Wenn Dein Ziel ist, bei Google besser gefunden zu werden, sind Gastartikel eine der besten Strategien.
Jeder Link von einem thematisch passenden Blog stärkt Deine Autorität bei Google.
Du hast Expertise, die Du teilen möchtest
Du weißt, wovon Du sprichst. Du hast Erfahrung. Du hast Wissen, das anderen hilft.
Dann sind Gastartikel ein perfekter Weg, diese Expertise sichtbar zu machen – weit über Deinen eigenen Blog hinaus.
Wie Du die richtigen Blogs für Gastartikel findest
Du weißt das Du Gastartikel schreiben möchtest. Aber: Wie findest Du Blogs, auf denen Du als Gastautor schreiben kannst?
1. Suche nach Blogs in Deiner Nische
Der erste Schritt: Finde Blogs, die thematisch zu Dir passen.
Wenn Du Coach für Selbstständige bist, suchst Du Blogs über Selbstständigkeit, Business oder Unternehmertum.
Wenn Du SEO-Expertin bist, suchst Du Blogs über Online Marketing, Bloggen oder WordPress.
So findest Du passende Blogs:
✅ Google-Suche: „Dein Thema + Blog“ (z. B. „Selbstständigkeit Blog“ oder „WordPress Blog“)
✅ Google-Suche: „Gastautor werden + Dein Thema“ (z. B. „Gastautor werden Online Marketing“)
✅ Schau, welche Blogs Du selbst regelmäßig liest – und prüfe, ob sie Gastautoren akzeptieren
2. Prüfe die Reichweite und Qualität des Blogs
Nicht jeder Blog ist ein guter Blog für einen Gastartikel.
Bevor Du Dich bewirbst, prüfe:
✅ Wird der Blog regelmäßig aktualisiert? Ein Blog, der seit einem Jahr keinen neuen Artikel hat, bringt Dir nichts.
✅ Hat der Blog eine nennenswerte Reichweite? Schau, ob der Blog Social-Media-Follower hat, ob Kommentare unter den Artikeln stehen, ob er in Google sichtbar ist.
✅ Ist die Qualität der Artikel hoch? Wenn der Blog nur oberflächliche 300-Wörter-Artikel hat, lohnt sich Deine Mühe nicht.
✅ Passt die Zielgruppe zu Dir? Der Blog kann noch so groß sein – wenn die Leserschaft nicht zu Deinem Angebot passt, bringt Dir der Gastartikel wenig.
3. Suche nach einer „Gastautor werden“-Seite
Viele Blogs haben eine eigene Seite, auf der sie erklären, wie man Gastautor werden kann.
Suche auf dem Blog nach:
- „Gastautor werden“
- „Für uns schreiben“
- „Gastartikel einreichen“
Dort findest Du alle Informationen:
- Welche Themen passen?
- Welche Anforderungen gibt es?
- Wie läuft der Prozess ab?
Wenn Du diese Seite findest, lies sie genau. Das spart Dir später Rückfragen.

4. Schaue Dir an, ob der Blog bereits Gastartikel veröffentlicht
Ein gutes Zeichen: Der Blog hat bereits Gastartikel von anderen Autoren veröffentlicht.
Das zeigt: Der Blog-Betreiber ist offen für Gastautoren. Er hat bereits einen Prozess dafür.
Wenn Du keine Gastartikel findest, heißt das nicht automatisch „Nein“ – aber es kann schwieriger sein, den Blog-Betreiber zu überzeugen.
So bewirbst Du Dich als Gastautor
Du hast einen passenden Blog gefunden. Jetzt kommt die Bewerbung.
1. Schreibe eine persönliche E-Mail
Keine Massen-E-Mail. Keine Standardvorlage.
Der Blog-Betreiber merkt sofort, ob Du Dich wirklich mit seinem Blog beschäftigt hast – oder ob Du dieselbe E-Mail an 50 Blogs schickst.
Eine gute Gastautor-Anfrage enthält:
✅ Eine kurze Vorstellung: Wer bist Du? Was machst Du?
✅ Warum Du gerade für DIESEN Blog schreiben möchtest: Zeig, dass Du den Blog kennst. Nenne konkrete Artikel, die Dir gefallen haben.
✅ Themenvorschläge: Schlage 2 – 3 konkrete Themen vor, die zur Zielgruppe des Blogs passen.
Vorlage:
Hallo [Name],
ich lese Deinen Blog [Blogname] schon seit einiger Zeit und finde besonders Deinen Artikel über [konkretes Thema] richtig gut. Er hat mir geholfen, [was Du gelernt hast].
Ich bin [Dein Name] und schreibe auf meinem eigenen Blog über [Dein Thema]. Ich würde gerne einen Gastartikel für Deinen Blog schreiben – zu einem Thema, das Deine Leserinnen interessieren könnte.
Hier sind ein paar Themenvorschläge:
- [Thema 1]
- [Thema 2]
- [Thema 3]
Hier sind ein paar Beispiele meiner Arbeit:
- [Link zu Artikel 1]
- [Link zu Artikel 2]
Hast Du Interesse? Ich freue mich auf Deine Rückmeldung!
Viele Grüße, [Dein Name]
Kurz, konkret, persönlich.
👍🏼 Tipp: Wenn ihr euch schon kennt, solltest Du natürlich einen persönlichen Einstieg wählen.
2. Schlage Themen vor, die zur Zielgruppe passen
Deine Themenvorschläge sollten nicht um Dich kreisen – sondern um die Zielgruppe des Blogs.
❌ Schlecht: „Warum mein Coaching-Programm funktioniert“
✅ Gut: „5 Strategien, wie Solo-Selbstständige ihre Produktivität steigern“
Denk daran: Der Blog-Betreiber will seinen Leserinnen Mehrwert bieten. Wenn Dein Thema nur Werbung für Dich ist, wird er ablehnen.
3. Sei geduldig
Blog-Betreiber sind oft selbst Solo-Selbstständige. Sie haben viel zu tun.
Wenn Du nach einer Woche keine Antwort bekommst, schicke eine freundliche Erinnerung. Wenn nach zwei Wochen immer noch nichts kommt, bewirb Dich bei einem anderen Blog.
Nicht jeder Blog wird Ja sagen – und das ist okay.
Worauf Du beim Schreiben von Gastartikeln achten solltest
Du hast eine Zusage. Der Blog-Betreiber möchte Deinen Gastartikel. Jetzt geht es ans Schreiben.
1. Halte Dich an die Richtlinien
Wenn der Blog Richtlinien hat – lies sie genau. Und halte Dich daran.
- Wenn der Blog eine Mindestlänge von 1.500 Wörtern verlangt, schreib keine 800 Wörter.
- Wenn der Blog keine Eigenwerbung im Fließtext möchte, pack Deine Services nicht in den Text.
Wer sich nicht an die Richtlinien hält, macht sich unbeliebt. Zudem zieht das eine erneute Änderung des Textes nach sich und Du hast insgesamt mehr Aufwand.
2. Schreibe im Stil des Blogs
Du musst nicht genau wie der Blog-Betreiber klingen. Aber Dein Artikel sollte nicht völlig aus dem Rahmen fallen.
- Wenn der Blog locker und persönlich ist, schreib nicht steif und formell.
- Wenn der Blog ausführliche Anleitungen veröffentlicht, schreib keine oberflächliche Liste.
Schau Dir ein paar Artikel an – und orientiere Dich daran.
3. Liefere echten Mehrwert
Dein Gastartikel ist keine Werbung. Er ist ein hilfreicher Artikel, der die Leserinnen des Blogs wirklich weiterbringt.
Wenn Dein Artikel nur Oberflächlichkeiten behandelt oder am Ende doch nur Dein Angebot bewirbt, wird der Blog-Betreiber ihn ablehnen.
Für Dich heißt das:
- Gib Dein Bestes.
- Zeig Deine Expertise.
- Sei großzügig mit Deinem Wissen.
4. Verlinke zu Deiner Website – aber dezent
In der Autorenbox darfst Du einen Link zu Deiner Website setzen. Das ist normal und erlaubt.
Im Text selbst kannst Du manchmal auch einen Link unterbringen – aber nur, wenn er wirklich Mehrwert bietet.
❌ Schlecht: „Wenn Du mehr über meine Dienstleistung erfahren möchtest, klicke hier.“
✅ Gut: „Eine ausführliche Anleitung dazu findest Du in meinem Artikel über [Thema].“
Der Link sollte hilfreich sein – nicht werblich.
5. Reagiere auf Kommentare
Wenn Dein Gastartikel veröffentlicht wird und Leserinnen kommentieren – antworte.
Das zeigt: Du bist präsent. Du nimmst die Leserinnen ernst. Du bist nicht nur gekommen, um einen Link abzustauben.
Warum es auch sinnvoll ist, Gastautoren auf Deinem eigenen Blog zu haben
Bisher habe ich darüber gesprochen, warum Du als Gastautor schreiben solltest.
Aber es gibt noch die andere Seite: Gastautoren auf Deinem eigenen Blog.
Auch das kann wertvoll sein – aus diesen Gründen:
Du bekommst frischen Content
Nicht jeden Artikel musst Du selbst schreiben. Ein Gastautor übernimmt die Arbeit – und Du bekommst hochwertigen Content für Deinen Blog.
Du erreichst neue Leserinnen
Jeder Gastautor bringt sein eigenes Netzwerk mit. Wenn er seinen Artikel teilt, kommen neue Menschen auf Deinen Blog.
Du baust Kooperationen auf
Ein Gastautor kann zu einem langfristigen Partner werden. Vielleicht schreibt er regelmäßig für Dich. Vielleicht empfiehlt er Dich weiter.
Wenn Du Gastautoren auf Deinem Blog haben möchtest, erstelle eine „Gastautor werden“-Seite. Dort erklärst Du, welche Themen passen, welche Anforderungen Du hast und wie der Prozess abläuft.
👍🏼 Tipp: Sei wählerisch. Nicht jeder Gastartikel ist gut für Deinen Blog. Qualität geht vor Quantität.
Dein nächster Schritt: Fang mit einem Gastartikel an
Gastartikel für Blogs sind eine der effektivsten Strategien, um Deine Reichweite zu erweitern – ohne ständig auf Social Media aktiv sein zu müssen.
Sie bringen Dir:
✅ Zugang zu neuen Zielgruppen
✅ Wertvolle Backlinks für Dein SEO
✅ Positionierung als Expertin
✅ Langfristige Kooperationen
✅ Schnellere Sichtbarkeit
Du musst nicht sofort zehn Gastartikel schreiben. Fang mit einem an.
- Suche einen Blog, der zu Deiner Nische passt.
- Schreibe eine persönliche Anfrage.
- Liefere einen richtig guten Artikel.
- Schau, was passiert.
Bloggen muss nicht einsam sein. Und Sichtbarkeit muss nicht nur auf Deinem eigenen Blog entstehen.
🚀 Du möchtest nicht mehr im Dunkeln tappen, wenn es ums Bloggen geht? Im Blog-Hub bekommst Du Schritt-für-Schritt-Anleitungen – von der ersten Themenidee bis zum fertigen Artikel, der bei Google gefunden wird.
Hast Du schon Gastartikel geschrieben? Oder überlegst Du, damit anzufangen? Schreib es mir gerne in die Kommentare – ich freue mich auf Dich! 💬
Über die Autorin
Sandra Lubecki

Ich begleite Selbstständige auf ihrer Blog-Reise, damit ihr Business online sichtbarer wird und sie über den Blog Kunden gewinnen – ohne ständig auf Social Media präsent zu sein.
Ob Du schon länger bloggst oder gerade erst mit dem Gedanken spielst, einen Blog zu starten. Von der Ausarbeitung einer Blog-Strategie über die kontinuierliche Themenplanung bis hin zur Blog-Analyse – Bei all diesen Themen kann ich Dich unterstützen.