Marketing ohne Social Media: So kann es funktionieren

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Wie Du vielleicht weißt, bin ich nicht so die Freundin von Social Media. Mehrmals pro Woche Beiträge posten, täglich bei anderen Accounts kommentieren und Nachrichten schreiben – Das ist einfach nicht meins.

Vielleicht geht es Dir genauso.

Dann habe ich in diesem Artikel etwas Inspiration für Dich, wie Du Marketing ohne Social Media betreiben und trotzdem erfolgreich Kunden gewinnen kannst – nur eben auf Deine Weise, die zu Dir passt.

Das Problem mit Social Media + meine Erfahrungen

Wenn ich mich mit anderen Selbstständigen unterhalte und erzähle, dass ich zur Kundengewinnung größtenteils nur Website und Blog nutze – und eben nicht Social Media – kommt meistens die Frage: Funktioniert das auch?

Ich sage dann: Ja, es funktioniert, denn ich investiere dann mehr Zeit in neue Blogartikel und die Optimierung, anstatt Stunden auf Social Media aktiv zu sein. Das zahlt sich langfristig aus. Zudem habe ich mir über die Jahre schon einen guten Status aufgebaut, sodass auch die meisten neuen Artikel relativ schnell ranken.

Aufgrund dieser Frage kommt es mir so vor, als ob Marketing auf Social Media die einzige Möglichkeit wäre, um sichtbar zu werden und Kunden zu gewinnen. Doch die Frage ist: Zu welchem Preis?

Abhängigkeit von Social Media Plattformen

Für mich hat Social Media im Vergleich zu einer Website mit Blog einen entscheidenden Nachteil: Auf den Plattformen musst Du nach den Regeln der Anbieter spielen und die Community, die Du Dir aufbaust, gehört nicht Dir.

Bei einem Blog oder Newsletter ist das anders. Du entscheidest, welche Inhalte Du teilst und wie Du Deinen Blog gestaltest. Mit einem Newsletter baust Du Dir eine Community auf, die sich wirklich für Deine Beiträge interessiert.

Dann gibst es da noch den Algorithmus – und der ist nach meiner Erfahrung zunehmend undurchsichtig. Der eine Beitrag erzielt eine überraschend hohe Reichweite, obwohl er eigentlich gar nicht so viel anders ist als der Beitrag von letzter Woche. Diese Erfahrung habe ich schon des Öfteren gemacht. Für mich macht das keinen Sinn und vor allem verliere ich dadurch die Lust an Social Media.

Im Hinterkopf sollte man auch immer haben, dass das Konto jederzeit gesperrt werden kann. Davon bin ich bisher zwar verschont geblieben, aber von anderen Selbstständigen habe ich das schon öfter gehört.

Mentale Belastung auf Social Media

In mir hat es jahrelang Druck ausgelöst, wenn ich nicht mindestens 2 Mal pro Woche einen Beitrag gepostet habe. Das ist auch logisch, denn dann sinkt die Reichweite direkt und man hat ein schlechtes Gefühl.

Aber da ist auch noch ein anderes Problem: Nachdem ich einen Beitrag gepostet habe, bin ich neugierig, wie dieser ankommt. Gibt es Likes, Kommentare oder Nachrichten? Das führt dazu, dass ich immer wieder reinschaue und den Fokus auf die Aufgaben verliere, die wirklich wichtig sind.

Das bringt mich direkt zum nächsten Punkt: dem ständigen Vergleichen mit anderen.

Das gibt mir ein schlechtes Gefühl, dass ich eben nicht so erfolgreich bin. Das ist auch so ein Ding, das mich nervt: Das alle nur die positiven Seiten darstellen.

Frage von Aufwand und Nutzen

Um Dir auf Social Media eine gute Reichweite und Community aufzubauen, solltest Du am besten mehrmals pro Woche einen Beitrag posten und mit anderen Accounts interagieren – über Nachrichten und in den Kommentaren.

Wenn man sich das so überlegt, ist das ganz schön viel Zeitaufwand – dafür, dass die Beiträge nicht lange sichtbar bleiben. Ich denke mir dann immer: Mit Blogartikeln geht das viel nachhaltiger.

Irgendwann habe ich mir die Frage gestellt: Macht das überhaupt noch Sinn – so viele Stunden in die Erstellung von Beiträgen, das Kommentieren und Versenden von Nachrichten zu investieren?

Die Konsequenz: Ich habe ich nicht mehr den Fokus auf LinkedIn gesetzt, weil ich für mich festgestellt habe: Der Aufwand und Nutzen passen überhaupt nicht. Es kommen nicht annähernd so viel Kunden zustande, wie es den Zeitaufwand Wert wäre.

Außerdem kam mir noch ein Gedanke:

Nutzer auf Social Media sind nicht unbedingt offen für Deine Dienstleistung oder Deine Produkte.

Mein Eindruck ist: Die Leute wollen dort keine Nachrichten erhalten, bei denen Du fragst, ob sie Hilfe bei einem bestimmten Thema brauchen – auch nicht wenn man sich vorher mit ihnen ausgetauscht hat. Ganz im Gegenteil: Viele sind davon genervt – selbst bei LinkedIn, was ja als Business-Plattform gilt.

Marketing ohne Social Media: Diese 8 Möglichkeiten hast Du

Wenn Du Dich komplett von Social Media verabschieden möchtest, stehen Dir zahlreiche Möglichkeiten offen, um Marketing zu betreiben und Kunden zu gewinnen.

Website und Blog

Natürlich nenne ich hier die Methode, von der ich am meisten überzeugt bin, zuerst. Das ist ganz klar der Blog in Kombination mit Deiner Website.

Auf Deiner Website hast Du die Freiheit, Dich so darzustellen, wie Du wahrgenommen werden möchtest. Besonders die Über-mich-Seite eignet sich dafür hervorragend.

Die Website kannst Du zwar für die Suchmaschine optimieren, aber ein Blog macht Dich erst wirklich sichtbar. Dann wirst Du im Idealfall über mehrere Suchbegriffe gefunden – und das langfristig. Dafür teilst Du auf Deinem Blog regelmäßig relevante Artikel, die Deine Zielgruppe interessieren.

Hierbei spielt natürlich auch das Thema SEO eine Rolle. Das bedeutet: Du schreibst die Artikel in erster Linie für Deine Leser, aber beachtest auch relevante Keywords und strukturierst die Artikel gut. Lies hier, worauf Du bei der SEO für Blogs achten solltest.

Zwar musst Du auch bei der SEO auf den Alghorithmus achten, aber der Unterschied ist: Google legt den relativ gut offen und gibt Dir Tipps, worauf Du achten solltest.

❗️Hinweis: Du solltest Dir darüber bewusst sein, dass diese Methode Zeit und Geduld erfordert. Von heute auf morgen wirst Du nicht sichtbar. Dafür hast Du langfristig etwas vom Bloggen.

E-Mail-Marketing

Die Inhalte in Deinem Newsletter erreichen die Menschen auf jeden Fall. Haben sie sich einmal in Deine E-Mail-Liste eingetragen, erhalten sie jede E-Mail, die Du ihnen sendest.

Das kann man von Social Media nicht behaupten. Dort bestimmt der Alghorithmus, wem Deine Beiträge angezeigt werden.

Wenn Du die Kombination aus Blog und E-Mail-Marketing nutzt, kannst Du Deine Leser immer über neue Blogbeiträge informieren. Dadurch erhöht sich der Traffic auf Deine Website und das wirkt sich auch positiv auf Dein Ranking aus.

👍🏼 Tipp: Grundsätzlich kann ich Dir bei allen Content-Kanälen die Kombination mit E-Mail-Marketing empfehlen.

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Podcast

Schreibst Du nicht so gerne? Dann ist ein Podcast vielleicht eher etwas für Dich. Im Grunde ist es ein ähnliches Prinzip wie beim Blog – nur eben im Audio-Format.

Menschen geben auch in die Suche von Spotify & Co. einen Suchbegriff ein, wenn sie sich näher zu einem bestimmten Thema informieren wollen. Ähnlich wie auf einem Blog kannst Du hier bestimmen, welche Inhalte Du veröffentlichst.

YouTube-Kanal

Stehst Du gerne vor der Kamera, ist Video-Content für Dich wahrscheinlich eine gute Alternative zum Marketing ohne Social Media.

Einen YouTube-Kanal kannst Du auch gut mit Deinem Blog verbinden. Die Videos kannst Du in Deine Artikel einbinden. Dadurch verlängert sich die Aufenthaltsdauer auf Deinem Blog und das ist wieder ein gutes Signal für die Suchmaschinen.

❗️Beachte hierbei: YouTube-Kanäle entwickeln sich auch immer mehr Richtung Social Media Plattform. Auch hier ist es wichtig, Kommentare zu beantworten.

Netzwerken

Für den Austausch mit Gleichgesinnten oder Deiner Zielgruppe sind Netzwerkveranstaltungen ideal. Nimmst Du regelmäßig teil, kannst Du Dein Netzwerk erweitern.

Gleichzeitig kannst Du Dich beim Netzwerken sichtbarer machen und es für Dein Marketing ohne Social Media nutzen. Zwar ist das nicht so effizient, wie beispielsweise ein Blog oder Podcast, weil eben nicht sicher ist, dass auf der Veranstaltung auch Deine Zielgruppe vertreten ist. Aber ich hatte auch schon ein paar Mal den Fall, dass ich dort Selbstständige getroffen habe, die gerade Bedarf beim Thema Bloggen hatten.

Ich für meinen Teil nutze den Mix aus Communitys und Online-Netzwerktreffen. Du wirst mich nur sehr selten bei Offline-Netzwerktreffen finden, aber auch damit freunde ich mich langsam an.

Empfehlungen

Empfehlungen sind ein weiterer Weg, um sichtbarer zu werden und Kunden zu gewinnen. Du kannst Kunden darum bitten, Dich bei passender Gelegenheit weiterzuempfehlen.

Auch auf Netzwerktreffen oder in anderen Gesprächen solltest Du die Gelegenheit nutzen, nach einer Weiterempfehlung zu fragen. Das bietet sich z. B. bei Selbstständigen in angrenzenden Fachbereichen an.

Kooperationen

Mit Kooperationen kannst Du es schaffen, noch mehr Menschen zu erreichen. Der Vorteil liegt darin, dass Du Dein Thema bei der Zielgruppe anderer Selbstständiger oder Unternehmen sichtbar machst.

Es bieten sich verschiedene Arten von Kooperationen an. Hier ein paar Beispiele:

  • gemeinsame Produkte
  • gemeinsame Veranstaltungen
  • Gastartikel schreiben
  • Interviews in Podcasts geben
  • Workshops bei anderen Anbietern halten

Pressearbeit

Auch über Pressearbeit kannst Du Deine Sichtbarkeit steigern. Hier kannst Du sogar nochmal andere Menschen erreichen, als über einen Blog, Podcast oder YouTube-Kanal.

Wenn Du den Schritt in die Presse wagen möchtest, solltest Du bereits als Experte auf Deinem Gebiet bekannt sein. Du musst den Medien etwas bieten, damit sie einen Grund haben, über Dich zu schreiben.

Marketing ohne Social Media – Kann das funktionieren?

Das ist eine Frage, die mir immer wieder gestellt wird. Meine Antwort ist immer ähnlich: Klar, kann das funktionieren – und oft sogar besser und effizienter als mit Social Media.

Aus meiner Sicht hat das vor allem einen Grund: Bei Social Media musst Du erstmal die Leute finden, die sich für Dein Thema interessieren und auch kaufbereit sind. Über Google oder auch die Suche bei Podcast-Plattformen bzw. YouTube suchen Menschen aktiv und kommen zu Dir.

Stell Dir vor, Du brauchst irgendwann gar keinen Content mehr erstellen und bleibst trotzdem sichtbar. Klingt das nicht traumhaft?

Möglich ist das mit den genannten Content-Kanälen.

Finde Deinen Weg in die Sichtbarkeit

Du hast nun mehrere Möglichkeiten kennengelernt, wie Du Marketing ohne Social Media betreiben kannst. Du hast jetzt die Qual der Wahl, Dich für einen (oder mehrere) davon zu entscheiden.

👍🏼 Tipp: Ganz egal, auf welchen Content-Kanal Du setzt – Er muss zu Dir, Deinen Werten und Deinem Business passen.

Sollte das der Blog sein und Du brauchst dabei Unterstützung, lass uns gerne einmal sprechen. Vereinbare hier ein kurzen Kennenlerngespräch.

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