Zuletzt geändert am: 08.05.26
Einen Blog mit Elementor erstellen klingt erstmal einfach. Plugin installieren, ein paar Klicks – fertig.
In der Praxis tauchen dann aber Fragen auf: Warum sehen die Beiträge komisch aus? Warum passt das Design nicht zu meiner Website? Und warum zeigt Elementor plötzlich nichts mehr an?
Wenn Du das kennst, bist Du hier richtig. In diesem Artikel zeige ich Dir nicht nur, wie Du Deinen Blog mit Elementor Schritt für Schritt aufsetzt – sondern auch, welche Fehler Du von Anfang an vermeiden kannst.
Du willst Deine Website mit Elementor erstellen? Das ist genauso gut mit dem Page-Builder möglich. Davor gilt es allerdings, ein geeignetes Webhosting zu finden und Dir Deine Domain zu sichern. Ich empfehle Dir ein WordPress Hosting, wie das z. B. Raidboxes* anbietet. Bei Checkdomain kannst Du eine passende Domain kaufen.
Ist Elementor die richtige Wahl für Deinen Blog?
Bevor wir in die Anleitung einsteigen, lohnt sich eine ehrliche Einschätzung.
Elementor ist ein Page-Builder – also ein Tool, mit dem Du Seiten per Drag-and-Drop gestalten kannst. Für die Blog-Übersichtsseite und einzelne Seiten Deiner Website eignet es sich sehr gut. Für das Layout einzelner Blogbeiträge brauchst Du die Pro-Version oder ein passendes Theme.
Elementor passt gut zu Dir, wenn:
- Du bereits eine WordPress-Website hast und einen Blog ergänzen möchtest
- Du Wert auf ein individuelles Design legst
- Du bereit bist, ein bisschen Zeit ins Einrichten zu investieren
Elementor ist vielleicht nicht ideal, wenn:
- Du möglichst schnell starten möchtest, ohne Dich lange mit Technik zu beschäftigen
- Du kein Budget für Elementor Pro hast – die kostenlose Version ist in den Gestaltungsmöglichkeiten eingeschränkt
- Du hauptsächlich schreiben und nicht designen möchtest
Wenn Du unsicher bist, ob Elementor das richtige Tool für Dich ist, lohnt sich ein kurzes Gespräch – bevor Du Zeit in das Falsche investierst.
Die Basis: Elementor installieren und einrichten
Bevor Du Deinen Blog mit Elementor erstellen kannst, braucht es ein paar Vorbereitungen.
Elementor installieren
Gehe in Deinem WordPress-Backend auf „Plugins“ → „Installieren“ und suche nach „Elementor“. Installiere das Plugin und aktiviere es. Es erscheint danach automatisch in der linken Menü-Leiste.
Für den vollen Funktionsumfang empfehle ich Elementor Pro. Die kostenlose Version reicht für erste Schritte, stößt aber schnell an ihre Grenzen – vor allem beim Design der Beitragsseiten.

Elementor mit Deinem Account verknüpfen
Nach der Installation musst Du Elementor mit Deinem Account verknüpfen. Das geht direkt im Backend unter „Elementor“ → „Lizenz“. Ohne diesen Schritt kannst Du den Page-Builder nicht vollständig nutzen.
WordPress-Grundeinstellungen prüfen
Bevor Du loslegst, prüfe einmal kurz Deine WordPress-Grundeinstellungen. Unter „Einstellungen“ → „Lesen“ kannst Du festlegen, welche Seite als Blog-Übersicht angezeigt wird. Das brauchst Du gleich.
Blog mit Elementor erstellen: 3 Schritte
Wenn die Basis steht, geht es jetzt Schritt für Schritt an den eigentlichen Blog-Aufbau.
Schritt 1: Blog-Seite in WordPress anlegen
Gehe im Backend auf „Seiten“ → „Erstellen“. Vergib einen Titel – zum Beispiel „Blog“ oder „Artikel-Übersicht“. Das wird die Seite, auf der später alle Deine Beiträge – oder eine Übersicht davon – erscheinen.
Passe die Seiteneinstellungen an Deine restliche Website an:
- Gleiche Seitenbreite wie andere Seiten
- Header und Footer wie gewohnt
- Kein abweichendes Template
Danach gehst Du unter „Einstellungen“ → „Lesen“ und trägst diese neue Seite als „Beitragsseite“ ein. Erst dann weiß WordPress, dass hier die Blog-Übersicht erscheinen soll.
Schritt 2: Blog-Übersicht mit Elementor gestalten

Öffne die neue Seite mit dem Elementor-Editor. Du siehst zunächst eine leere Seite – das ist richtig so.
Jetzt fügst Du das Element „Beiträge“ ein und ziehst es an die gewünschte Position. Sobald Du Beiträge in WordPress veröffentlicht hast, werden sie hier automatisch angezeigt.
👍🏼 Tipp: Wenn Du noch keine Beiträge hast, lege vorab einen Testbeitrag mit Platzhaltertext und einem Beitragsbild an. Nur so kannst Du das Design sinnvoll prüfen und anpassen – ohne Inhalt bleibt die Vorschau leer.
Im Elementor-Editor kannst Du jetzt anpassen:
- Anzahl der angezeigten Beiträge pro Seite
- Layout: Rasteransicht oder Liste
- Welche Informationen angezeigt werden – Datum, Kategorie, Auszug, Lesedauer
- Farben, Schriften und Abstände passend zu Deiner Website
Hast Du in WordPress bereits globale Schriften und Farben hinterlegt, übernimmt Elementor diese automatisch. Das spart viel Zeit.
Schritt 3: Einzelne Beitragsseiten gestalten (Pro)
Mit Elementor Pro kannst Du auch das Layout einzelner Blogbeiträge individuell gestalten – also die Seite, die sich öffnet, wenn jemand auf einen Artikel klickt.
Dafür nutzt Du den „Theme Builder“ unter „Elementor“ → „Theme Builder“ → „Single Post“. Hier legst Du fest, wie jeder einzelne Beitrag aussieht: Beitragsbild, Titel, Text, Kategorie, Autorin, ähnliche Beiträge am Ende – alles steuerbar.
Das ist der Schritt, der den größten Unterschied macht. Wer hier investiert, hat einen Blog, der wirklich wie ein professionelles Magazin wirkt.
Bonus: Blog-Vorschau auf der Startseite einbinden
Eine Blog-Vorschau auf der Startseite macht Sinn – sie zeigt Besucherinnen sofort, dass Du regelmäßig Inhalte veröffentlichst.
Dafür speicherst Du den Beitrags-Block von Deiner Blog-Seite als Template: Rechtsklick auf das Element → „Als Template speichern“ → sinnvollen Namen vergeben, zum Beispiel „Blog-Vorschau“.
Dann öffnest Du Deine Startseite mit Elementor, fügst an der gewünschten Stelle einen neuen Abschnitt ein und wählst das gespeicherte Template aus. Stelle danach ein, dass nur 3-4 Beiträge angezeigt werden – das reicht für eine ansprechende Vorschau.
Häufige Fehler beim Blog mit Elementor erstellen
Damit Du Dir einige Umwege sparst, hier die Fehler, die mir in der Praxis am häufigsten begegnen:
- Die Beitragsseite ist nicht korrekt hinterlegt: Wenn Deine Blog-Übersicht leer bleibt, obwohl Du Beiträge veröffentlicht hast, liegt das meist daran, dass in den WordPress-Einstellungen keine Beitragsseite eingetragen ist.
- Kein Testbeitrag angelegt: Wer den Blog gestaltet, ohne einen Beispielbeitrag angelegt zu haben, sieht nur eine leere Seite. Das macht es fast unmöglich, das Design sinnvoll anzupassen.
- Elementor und das Theme arbeiten gegeneinander: Manche Themes haben eigene Design-Einstellungen, die mit Elementor kollidieren. Das Ergebnis sind seltsame Abstände, falsche Schriften oder Darstellungsfehler. Hier braucht es oft etwas Geduld – oder eine zweite Meinung.
- Zu viel auf einmal anpassen: Elementor bietet viele Einstellungsmöglichkeiten. Wer alles auf einmal verändern will, verliert schnell den Überblick. Besser: eine Sache nach der anderen, und nach jeder Änderung speichern.
- Mobil nicht geprüft: Was auf dem Desktop gut aussieht, kann auf dem Smartphone komplett auseinanderfallen. Prüfe das Design immer in der Mobil-Ansicht von Elementor, bevor Du veröffentlichst.
👍🏼 Tipp: Du kämpfst mit einem Elementor-Fehler, der in dieser Liste nicht vorkommt – oder möchtest die häufigsten Probleme noch tiefer verstehen? In meinem Artikel Elementor-Fehler: 9 typische Probleme und wie Du sie behebst findest Du ausführliche Lösungen für die Fehler, die mir in der Praxis am häufigsten begegnen.
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Fazit: Blog mit Elementor erstellen – machbar, aber mit Geduld
Elementor ist ein mächtiges Tool. Wer sich einmal damit vertraut gemacht hat, kann damit wirklich schöne und funktionale Blogs aufbauen.
Aber ehrlich gesagt: Es braucht Zeit. Zeit zum Einrichten, Zeit zum Ausprobieren, Zeit zum Fehler finden und korrigieren.
Wenn Du diese Zeit hast und Lust auf das Thema – perfekt. Wenn Du lieber sofort loslegen und Dich nicht mit Technik aufhalten möchtest, ist Unterstützung keine Schwäche. Es ist eine Entscheidung.
Welche Frage hat Dir beim Einrichten Deines Blogs mit Elementor am meisten Zeit gekostet? Schreib es gerne in die Kommentare – vielleicht hilft Deine Erfahrung auch anderen.
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Über die Autorin
Sandra Lubecki

Ich begleite Selbstständige auf ihrer Blog-Reise, damit ihr Business online sichtbarer wird und sie über den Blog Kunden gewinnen – ohne ständig auf Social Media präsent zu sein.
Ob Du schon länger bloggst oder gerade erst mit dem Gedanken spielst, einen Blog zu starten. Von der Ausarbeitung einer Blog-Strategie über die kontinuierliche Themenplanung bis hin zur Blog-Analyse – Bei all diesen Themen kann ich Dich unterstützen.
